Nichtleer

So Zeugs halt... Mit Fußball

Dienstag, Oktober 02, 2007

Kenian Ghostriders

So hier als kleiner Nachtrach meine kleine Kenia Survival Story von neulich:

Zunächst hiess es Eintauchen ins Aquarium: ein 4x5m grosser blau angemalter Partykeller aufm Stuttgarter Wohnheimcampus mit selbstgebastelten unegalen, gezinkten Kickertischen ausm Praktiker und vollgepackt mit einer Horde wildgewordener AustauschStudenten zum grössten Teil aus Westasien, Südamerika, Westafrika und einigen Anrainern. Tannenzäpfle floss dann auch für einen Stein pro Pulle in die ausgedünsteten Kehlchen die sonst nur Agrarökologie, Biologie, Wirtschaftswissenschaft und Germanistik- Fachchinesisch/-russisch/-tschechisch/-stammessprachlich/-delphinisch vor sich hinbrabbeln.

Als die Party zu Ende war, wurd ich von zwei büffelgrossen Massai-Kenianern zu der anschliessenden AfterMoonshine Party gehitchhiked ohne auch nur einen Daumen rausgehalten zu haben.
Einer typisch holprigen denglischen Verständigungsunterhaltung nach dem Woher, Warum und seit wann folgten dann von den beiden eingestreute tiefbassige Stammes-Rap Passagen im Stil von "Nigga Nigga can you sing dat soonng...never never never leave alonnneeenggg!..". Der andere, deutlich geistig hellere der beiden sülzte dann dazu die Beatbox in seine mit Billigschmuck beringten Grindfinger.

Nachdem ich mich beim kleineren von beiden erkundigt hatte, ob denn bei ihm die Dichte Gerstensaft pro Leberquadratzentimeter noch unter dem EU-weiten Grenzwert zur Beförderung eines Last- oder Fuhrenwagens lag, und er dies nicht verneinte, ging es auf in die Tiefgarage. Ein nigelnagelneues Popel Zafira Gefährt haette in der Tiefgarage nur so vor sich hingespiegelt, wenn das Licht angewesen wäre. So aber konnte ich nur die lederdurchzogene Inneneinrichtung bewundern und mich fragen, wieso ich nich eigentlich lieber weiterstudiert hab und mich stattdessen abbuckel für diesen Steuern und Bullenstaat.....

Der kleinere dicke von beiden fuhr dann also los, dioe ersten 100m ohne licht ausser tiefgarage, sein kumpel hats dann angemacht und dann gings los, der jung hat voll auf die tube gedrückt wir sind an die 100 gefahren in der stadt. Kleines Problem dabei war nur, dass er weder nach vorne geguckt hat, noch geradeaus fahren konnte, ja geschweige denn es vermeiden konnte an jedem Strassenschild weniger als 1cm vorbeizuschrammen. Ich dachte krasse Sache dat und blöckte nach vorn er soll sich konzentrieren und langsamer fahren, er aber erstmal mit der rechten seite voll auf nen 50cm hohen Bordstein, schrambam machten seine Winterreifen, der vorne rechts war definitv im Arsch. Er wurde langsam bockig ob unserer diplomatischen Versuche mit ihm einen Konsens zu finden das Auto zu stoppen. Er könnte fahren und er wäre komplett nüchtern, wir sollten Maul halten dat SI Centrum mit den geilen Nigga Chix würde in 5min kommen und dann wär alles geil. Als er dann aber irgendwann voll 12 Uhr auf nen Baum zuhielt, wurds mir zu bunt und ich riss von hinten den GM Greifarm der Handbremse so hoch wie dat ging. In meinem XXTreme Survival Buch hatte ich nämlich nich nur gelesen, dass man nem Krokodil im Amazonas auf die Nase boxen soll, wenns meinen Arm im Maul hat und nem Bär in die Augen hauen und sich auf nem fahrenden Zug bei nem Tunnel möglichst ganz flach auf das ZUgdach werfen soll, nein da stand auch drin, wie man mal nen Mords U-Turn reisst. Und wir drehten uns auch fast 180 Grad. Der Kenialese machte dann die Tür auf und hatte nicht an den Gegenverkehr gedacht, der ihm dann noch die Tür zerschrotete. Ich hatte nach dieser Spritztour aber erstmal keine Lust mehr auf schokoladenfarbige PartyChix und strolche auf meinen Quadratlatschen durch die schwäbischen Wiesen und Moore zurück.
Nebenbei hatte ich noch meine doppellinsige DigiCam auf der Party verloren, ahtte sie ner blutjungen Tschechin anvertraut welche sie wiederum wohl ebenfall weitergereicht hat. Eine Nachricht auf die Mailbox des Kameruner DJs der Party und das von mir verzweifelte und erlogene Versprechen eines üppigen Finderlohns von mehr als 100 Euro, brachten das gute Stück aber dann am Montag über die Putzfrau des Hausmeisters und die StudentenFussballmannschaft über 10 Ecken zurück in meine goldenen warholesken Kirmesfotografenfinger.

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